Sarkoid am Ohr innen und außen - Bitte um einen Rat für die Weiterbehandlung

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Re: Sarkoid am Ohr innen und außen - Bitte um einen Rat für die Weiterbehandlung

von HeikeG » Samstag 24. Oktober 2026, 13:03

Hallo Gaby,

ich bin nicht ganz so der Purist, ich füttere schon ein bisschen zu. Während der aktiven Sarkoidzeit habe ich alles mögliche gegen die Sarkoide ausprobiert (Kräuter, Saft, ...), bei Billys Vitalpilzen (Kombi aus 3 Pilzen) hatte ich ein gutes Gefühl (kann aber auch täuschen, da ich zu der Zeit auch mit der CompX angefangen habe und die ja glücklicherweise ihre Arbeit getan hat). Im Moment bekommt mein "Labrador": Hafer und Heu (im Mai auch Wiese, dann hat er sie in der Regel schon abgefressen ;) ), Magnolythe und Magnoturbo von Iwest, Bierhefe, Leinsamen und inzwischen auch Farriers Formula. Ich hatte die ganze Zeit Biotin von Makana, das scheint aber nicht gereicht zu haben. Er hatte dieses Jahr extrem Probleme mit dem Hufhorn. Seit ich Farriers Formula gebe, ist es besser geworden. Ich hoffe, dass wir Ende des Jahres das schlechte Horn "rausgezüchtet" haben. Mit der Kombi an Zusatzfutter glänzt er wie eine Speckschwarte und hat super aufgemuskelt. Er hat im Ohr inzwischen sogar wieder ein paar Haare (hat sehr lange gedauert), an der Brust ist die Stelle kahl geblieben (ist mir wurscht, hauptsache, das Sarkoid ist weg). Wir sind in Südhessen, im Rhein-Main-Gebiet zu Hause.

Liebe Grüße
Heike

Re: Sarkoid am Ohr innen und außen - Bitte um einen Rat für die Weiterbehandlung

von Lorenzio » Samstag 24. Oktober 2026, 09:38

Das ist ja .....
Leider kann ich die KI-Recherche hier nicht anhängen, aber ich habe sie abgespeichert und kann sie jedem als pdf schicken. Es ging um die Vermehrung von Papilloma-Viren im Labor ... was brauchen die, wie kann man das stören.
Das meiste ist nicht möglich, weil wir ja das Pferd nicht schädigen wollen.

Bitte selber recherchieren und mit dem Tierarzt absprechen. Das ist hier nur eine Info und kein Rat !!!!
Ich hafte für gar nichts. Alles nochmal mit den offiziellen Futterbedarfsanalysen für Pferde komplett selber nochmal nachrechnen.

Die Papilloma-Viren brauchen Arginin und Lysin in einem festen Verhältnis. Ist eines im Übermaß vorhanden, stört es den Stoffwechsel des Virus und die Reifung neuer Viruspartikel. Im Sarkoid sind lebende Viren, die sich vermehren müssen, um den Prozess zu unterhalten.
Arginin ist eine Aminosäure, die der Körper selber bildet - die können wir also nicht beeinflussen. Lysin ist essentiell, die muss zugeführt werden.
Ein 600 kg-Pferd braucht am Tag 28-38 g. Im Sommer sind in 10 kg Gras knapp 80 g enthalten. Im Winter im Heu nur exakt diese 38 g. Das passt zu meiner Beobachtung, dass das Sarkoid bei Lornzio immer im Winter, so ab Dezember, loslegt. Im Sommer bleibt es wie es ist. Demnach müsste eine Steigerung des Lysin-Angebotes es für den Körper leichter machen, mit dem Sarkoid fertig zu werden.

Kann man mit einer hohen Dosis Lysin was kaputt machen ?
Meiner Meinung nach: nein. Unnötige Aminosäuren werden wie Energieträger verstoffwechselt und die Reste via Harnstoff ausgeschieden. Ich würde mit der Lysin-Gabe aber auch nicht über das Sommer-Weide-Angebot hinausgehen. Ich habe ohnehin Lysin von Buxtrade bestellt .... Fertig-Futtermittel halte ich nicht für geeignet, da immer noch reichlich irgendwas anderes drin ist, was ich hier ja eigentlich gar nicht will.

Re: Sarkoid am Ohr innen und außen - Bitte um einen Rat für die Weiterbehandlung

von Lorenzio » Samstag 24. Oktober 2026, 08:56

Ich such mir mal raus, was Du da zugefüttert hast.
Lorenzio hat schon sehr lange grottenschlechtes Hufhorn.
Weil es unter Farrier Formula nun endlich besser wurde, habe mir die Inhaltsstoffe mal ganz genau angesehen und die Wertbestimmenden rausgesucht. Das Labor hat bei Lorenzio auch entsprechende Mängel gefunden. Es fehlt trotz monatelanger, sauteurer doppelter Farriers F-Gabe, liegt sein Kupferwert immer noch knapp oberhalb des Mangels.
In ganz Norddeutschland ist tatsächlich kein Kupfer im Boden und dementsprechend auch nichts im Heu. Farriers F bedient diese Lücke ... das ist wohl die entscheidende Zutat.

Dann noch eine ausgelatschte Rationsberechnung mit dynamischer Excell-Tabelle dazu - auf der Basis von Heu, Gras und Hafer - Bedarf und Angebot.
Wegen der Rationsberechnung habe ich nun etliche Einzelteile bestellt (+mg-Waage), auch Lysin Threonin und Methionin, Biotin, Vit E, organisches Kupfer und Zink, das Ganze immer eher als Reinsubstanz ... und baue das Ganze nach. Deine Immun-Futter gucke ich mir auch nochmal an und ergänze entsprechend.
Als Basis habe ich aktuell Makana ... Gottseidank frisst der Labrador das .... auf die Dauer geht das bisschen Rein-Pulver wohl auch im frisch angefeuchteten Hafer.

Aber Deine Idee ist super .... ich entdecke gerade KI für mich ! Ich werde mal gucken, ob es essentielle Aminosäuren oder andere essentielle Nährstoffe für Papilloma-Viren gibt und ob man die durch andere Stoffe verdrängen kann. Das wäre ja mal interessant. Dann könnte man von außen Salbe draufgeben und von innen die Papilloma-Viren aushungern.
Vielleicht sind ja solche Nährstoff-Defizite ein Grund, warum einzelne Pferde Papilloma-Sarkoide bekommen und andere nicht. Ich war immer Fütterungspurist und habe, außer wegen der Hufe, nie was zugefüttert. Das war wohl ein Fehler.

Wo in Deutschland bis Du eigentlich ?

Liebe Grüsse und schönes Wochenende Gaby

Re: Sarkoid am Ohr innen und außen - Bitte um einen Rat für die Weiterbehandlung

von HeikeG » Freitag 23. Oktober 2026, 20:55

Hallo Gaby,

ich habe meinen (auch ein Labrador :lol: ) trotzdem die ganze Zeit weiter Herpes geimpft. Als er die Sarkoide noch hatte, hatte ich vor und nach der Herpes Impfung Lysin gefüttert, weil ich irgendwo gelesen hatte, dass dann Lysin statt Arginin in den Virus eingebaut wird und er sich nicht weiter vermehren kann. Zusätzlich pampere ich vor der Grippe und der Herpes Impfung eine Woche davor und danach das Immunsystem mit Immunopower. Auf Anraten meiner Tierärztin wird er nur mit Borreliose und West Nil zusammen geimpft, Herpes und Grippe impfe ich einzeln, damit wir nicht irgendwas wecken. Ich habe ihm während der Sarkoidbehandlung auch mal Vitalpilze gegen Sarkoide gegeben. Er bekommt immer noch täglich Hagebutten, um das Immunsystem fit zu halten.

Liebe Grüße
Heike

Re: Sarkoid am Ohr innen und außen - Bitte um einen Rat für die Weiterbehandlung

von Lorenzio » Freitag 23. Oktober 2026, 08:21

Guten Morgen Heike,
vielen Dank, dass Du Dich gemeldet hast !

Also: Ich bin viel zu ungeduldig.
Deinen Bericht habe ich mir angesehen .... schaut ja grausig aus .... und man braucht schon sehr viel Geduld.
Letztlich hast Du ja von Dezember bis September geschmiert. Toll war, dass Du zu Silvester eine erste Wirkung gesehen hast.

Deinen Bericht, dass es durch eine Therapie event größer wird, kann ich bestätigen. Ich hatte Aciclovir-Salbe etwas in die rauhen Borken "einmassiert" und damit den Tumor gravierend aktiviert. Ich denke, das war auch ein mechanisches Problem und gehört zur Kategorie, dass man keine Biopsien machen soll ....

Ich kann keine Verwandtschaft zwischen Herpes und Papilloma-Viren erkennen, sie sind biologisch völlig unterschiedlich (eines mit einer Virushülle, das andere ohne Hülle). Die Uni Wien versucht gerade einen Impfstoff mit Papilloma-Viren zu entwickeln, wobei das Impfvirus anscheinend in einer Herpes-Virus-Hülle verabreicht wird. Dazu habe ich mich aber nicht genug in das Thema eingearbeitet.

Was ist denn eigentlich mit Deinem Gefühl geworden, dass die Herpes Impfung den Tumor aktiviert hat ?
Ich impfe Lorenzio aktuell nicht mehr gegen Herpes oder West Nil, seit er eine West Nil-Impfung überhaupt nicht vertragen hat und wochenlang kränkelte, und seit ich mir wegen des Corona-Theaters auch die nackten Zahlen/Statistiken zu diversen Infektionen mal selber gründlich angesehen habe.

Ganz liebe Grüße Gaby

Re: Sarkoid am Ohr innen und außen - Bitte um einen Rat für die Weiterbehandlung

von HeikeG » Donnerstag 22. Oktober 2026, 21:14

Hallo,

wenn du seit September mit der CompX behandelst, solltest du der Salbe noch Zeit geben, ihre Wirkung zu zeigen. Dabei aber das Sarkoid immer im Auge behalten, es sollte im Laufe der Zeit kleiner und nicht größer werden. Bei meinem Wallach habe ich (vor der CompX) erst mit Aciclovir, dann mit EM-Salbe, dann mit Aldara behandelt und das Sarkoid dabei immer größer gezüchtet. Erst als ich (nach OP und dendritischer Zelltherapie) mit CompX behandelt habe, ist das Ding immer kleiner geworden und ist jetzt (toitoitoi) weg. Ich habe das Verhältnis von Sarkoid zum Ohr gemessen/berechnet, da ich nie den genau gleichen Blickwinkel hatte und mein Pferd mich nicht am Ohr messen lassen wollte, damit ich wusste, ob es wirklich kleiner wird. Wenn es zerklüftet, hat die Salbe mehr Angriffsfläche und wenn es wirklich einen Stiel bekommt, könnte es vielleicht auch im Ganzen abfallen. Wenn es möglich ist, kannst du ja genau am Ansatz schmieren. Du kannst dir ja mal meine Geschichte durchlesen und mit den Bildern anschauen, vielleicht kannst du dann bei dir besser vergleichen. Stell immer gerne Fragen und Bilder rein, damit Andrea dann auch mal draufschauen kann.

viewtopic.php?t=1841

Liebe Grüße
Heike

Sarkoid am Ohr innen und außen - Bitte um einen Rat für die Weiterbehandlung

von Lorenzio » Mittwoch 21. Oktober 2026, 09:33

Vorweg erstmal Danke an alle, dass es dieses Forum gibt !!
Ich wollte Euch Lorenzio und seinen bisherigen Verlauf vorstellen.

Rheinländer, Wallach, geboren 2008.
Da er das Brandenburger Grundwasser (hoher Mangangehalt) nicht verträgt, musste er leider mehrfach umgestellt werden - zuletzt im Frühjahr 2024.
Er ist verfressen wie ein Labrador, egal wie viel und egal was: Es geht rein.
Seit Frühjahr 2024 ist er in einem Stall mit Stadtwasser, Weidegang in Gruppen und gutem Futter.
In diesem Stall gab es immer wieder Pferde mit Sarkoid, davor hatte ich davon noch nie etwas gehört.
Zwei Pferde kenne ich persönlich. Ein Pferd heilte mit TerraX, das andere mit Thuja lokal und Thuja Globuli (Konzentrationen waren nicht mehr bekannt). Beide haben seit Jahren kein Rezidiv und stehen noch im selben Stall.

Im Sommer 2024 sah ich eine winzige ?? helle ?? im Ohr. Nicht höher als die Haare. Ich dachte: tote Zecke oder winzige Warze ...
Im Dezember 2024 war an dieser Stelle ein Sarkoid entstanden.
Zunächst mit Efudix behandelt - musste abgebrochen werden.
Danach mit Aciclovir-Salbe ... verschlechterte sich deutlich. Salbe abgesetzt, im Sommer in Ruhe gelassen.
28 Aug 2026 beschriftet.jpg
Ende August ist ein Teil des Tumors spontan abgefallen. Insgesamt schien der Tumor aber wieder etwas zu wachsen, daher neuer Therapie-Anlauf

Seit Ende September
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27 Sept 2026 - beschriftet.jpg
wird das Ohr mit CompX behandelt - im Verhältnis 1:1 mit Vaseline verdünnt.
Ich trage die Salbe mit einem Pinsel auf, und das Pferd lässt sich das gut gefallen.

Zunächst schien es besser zu werden.

Irgendwie habe ich aktuell aber das Gefühl, das Ganze stagniert.
Dort wo im August Tumorgewebe abgefallen ist, wird das Gewebe eher höher.
Der große Tumorbrocken bekommt einfach keine harte Oberfläche, sondern zerklüftet immer weiter und hebt von der Unterlage ab, als ob er einen Stil bekommen wollte.
Ohr 2 Okt 2026.jpg
Ohr 8Okt 2026.jpg
Wie soll ich weiter verfahren ?? Oder bin ich einfach zu ungeduldig ?

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