Hallo Zusammen
Gerne möchte ich mich und meine Stute "Geany" vorstellen.
Achtung... Das wird länger
Meine Stute steht Nachts in der Box, tagsüber auf dem Winterpaddock mit 4 weiteren Stuten und im Sommer tagsüber auf der Weide.
Sie bekommt 2xtgl. eine handvoll Agbrobs Strukturmüsli und als Dauergabe das Mineralfutter sowie das Coolly von Kristallkraft. Seit 4 Wochen zusätzlich das NR.1 (Leberentgiftung).
Letztes Jahr um die Fellwechselzeit habe ich ihr 2x das GladiatorPlus gegeben.
Sie hat EIN diagnostiziertes Magengeschwür Grad 2, ca. 2019/2020, dass wir mit der klassischen Medikamenten-Kur (Gastroguard) nur während der aktiven Behandlung symptomlos bekommen haben. Nach Absetzten der Medikamente traten die Symptome wieder auf. Daraufhin wurde sie mit einer Homöopathischen Autosonode (hergestellt aus ihrem Kot) behandelt, danach war es deutlich besser, das Futter wurde noch weiter angepasst. Getreidefrei war sie schon lange vorher.
Sie hat etwas schwierige Hufe (alle 4 weiß), neigt vor allem im Winter zu Strahlfeule und tiefen Furchen im Strahl. Solange ich ihr Standfest von Dr.Weyrauch füttere wird es besser.
Zwischendurch bekam sie immer wieder mal als Kur auch das Goldwert, ebenfalls von Dr. Weyrauch.
Sie wird im Sommer mäßig und im Winter wenig geritten - reines Freizeitpferd. Sie koppt, je nach Zustand etwas mehr, generell jedoch nicht extrem.
NUN ZUM SARKOID:
Geany hatte Anfang 2025 ein Sarkoid am Bauch, in der Gegend des Bauchnabels. Das ES hatte einen Durchmesser von ca. einem 2 Cent Stück und war ca 1 cm dick. Ich erinnere mich leider nicht mehr wann es erstmalig auftrat und wie der Wachstumsverlauf war. Aber es wuchs nicht so schnell wie das spätere und war auch relativ gleichleibend in der Größe.
Dieses hatte ich erst unregelmäßig mit Bengalrosa mit DMSO bepinselt. Unregelmäßig deshalb, da ich aufgrund meines Job viel unterwegs bin. Auf der Suche nach einer besseren Lösung, kam ich auf die Idee ein halbes Wattepad mit einem Pferdehaargummi um das ES zu binden und dieses mit der Bengalrosa-DMSO-Lösung zu tränken. Das wiederholte ich 3 mal im Abstand von ca. 5-7 Tagen und nach ca 3-4/Wochen fiel das ES als Boppel einfach ab. Zurück blieb ein Zipfelchen, welches ich wiederum mit der gleichen Lösung einpinselte. Jetzt allerdings nur noch 2-3 Mal.
Nach kurzer Zeit war nichts mehr zu sehen und die Wunde verheilte vollständig, Fell wuchs nach.
Ich hatte mich in der Zeit nicht wirklich mit dem Thema Sarkoid auseinandergesetzt. Ich wusste, es ist eines und meine TA empfahl mir das und der "Erfolg" ließ nicht lange auf sich warten.
Im Oktober/November bemerkte ich dann erstmals, dass sich an gleicher Stelle wieder ein kleiner Knubbel bildete.
Da ich privat und auf der Arbeit sehr gefordert war, kümmerte ich mich nicht groß darum. Anfang Januar war ich dann doch etwas erschrocken, wie groß dieser nun gewachsen war - ordentliche Walnussgröße (das Winterfell hatten einiges verdeckt), war aber so beschäftigt mit meiner Arbeit und Fortbildungen, dass ich mich erst im März wieder näher damit beschäftigt habe. Ganz offensichtlich ein Fehler meinerseits.
Also fing ich ab März wieder in unregelmäßigen Abständen an die Bengalrosa-DMSO-Tinktur drauf zu pinseln.
Einmal ging es an einer Stelle etwas auf, ich dachte mir nix dabei und pinselte immer weiter.
Gestern nun bekam ich von einer Stallkollegin Fotos geschickt, auf dem das Sarkoid eindeutig geplatzt war. Die Beine waren mit Sekret und Blut beschmiert und auch ein kleines Zipfelchen war deutlich auf dem Bild zu erkennen.
Da ich momentan im Ausland bin, bat ich sofort meinen Mann zu meiner Stute. Dieser behandelte sie wie folgt:
Mit kaltem Wasser Beine und Wunde grob sauber gemacht.
Die Wunde war außen krustig und innen fleischig, sie wurde mit warmer Kochsalzlösung eingesprüht, gereinigt und eingeweicht
Danach wurde das Sarkoid/die Wunde sowie das Umfeld großflächig mit einem Desinfektionsspray desinfiziert und die Wunde vorsichtig mit sterilem Material trocken getupft.
(Das fand sie nicht so toll, ließ es aber über sich ergehen)
Im Anschluss trug er wieder die Bengalrosa-DMSO-Tinktur auf das Sarkoid auf, sowohl innen als auch außen und drum herum. Sehr satt, so dass es förmlich trifte.
Das ES ist ja rezidiv und obwohl es beim ersten Mal mit der Bengalrosa-DMSO-Lösung wegging, kam es ja nach relativ kurzer Zeit in 5facher Größe wieder. Wahrscheinlich habe ich nicht lange genug nachgesorgt oder es war eben doch nicht ausreichend vom Mittel her.
Mein Mann hatte wohl gestern sehr viel recherchiert und stieß auf dieses Forum. Nachdem ich mich nun hier ein wenig kreuz und quer belesen hatte, wollte ich meinen Fall schildern und würde mich über einen Austausch freuen.
Ein paar Fragen sind dann nämlich doch aufgetaucht.
Aufgrund der aggressiven Rezidivität überlege ich nun die hier vielfach gelobte CompX Creme auszuprobieren. Auch die Heel-Kur finde ich interessant. Ich kann sowohl intramuskulär als auch subkutan spritzen. Macht das in dem Fall Sinn?
Auch bei Dr.Weyrauch gibt es einem interessantem Artikel zum Thema Sarkoid, die empfohlenen Zusätze (Mordskerl, Frühlingserwachen und Mangan) werde ich nun bestellen und ihr Immunsystem hoffentlich etwas aufbauen.

Was für Erfahrungen habt ihr mit rezidiven ES?

Wie würdet ihr weiter vorgehen?

Gibt oder gab es Erfahrungen mit Bengalrosa-DMSO?

Hat jemand Erfahrung mit Medilusan Sprüh-Wundgel?
(Das habe ich ebenfalls im Internet mit positivem Bericht bezüglich Sarkoid gefunden).

Wie und wo bekomme ich das CompX?

Wie lange muss ein "verheiltes" Sarkoid nachbehandelt werden?

Seht ihr Auffälligkeiten in meinem Fall, wenn ja welche?
Austausch, Tipps, etc. sind herzlich willkommen.
Fotos folgen, sobald ich rausgefundem habe wie das geht.
Vielen lieben Dank
Anabelle und Geany