Behandlung starten? Oder doch OP?

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Johanna89
Beiträge: 5
Registriert: Samstag 5. Juli 2025, 07:54

Behandlung starten? Oder doch OP?

Beitrag von Johanna89 »

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Guten Morgen,
Beim Stöbern nach Antworten bin ich auf dieses Forum gestoßen und hoffe an eurem Erfahrungsschatz teilhaben zu dürfen.

Meine 5 jährige Vollblutstute hat ein Sarkoid in der Achsel. Zuerst aufgefallen ist es mir im April, da war ich mir noch nicht sicher, ob es nur eine wunde Stelle ist. Mittlerweile ist es ca 1x3 cm los, inklusive der Haarlosen, aber geschlossenen Stelle. Die Gurtlage ist bisher nicht betroffen.

Die Stute ist bis Ende Juli in Beritt, danach steht sie wieder bei mir Zuhause. Weil es natürlich blöd wäre, wenn sie im Ausbildungsstall nicht geritten/gesattelt werden könnte und weil sie ziemlich reaktiv ist und durchaus mal treten könnte, möchte ich wenn irgend möglich alle Behandlungen Zuhause selbst ausführen.

Meiner Tierärztin habe ich Bilder geschickt, sie meinte sie könne das relativ problemlos operieren, oder ich könne es mit einer Salbe (vermute Dermequin) Versuchen.

Meine Fragen/Sorgen:
Aufgrund mehrerer schmerzhafter Verletzungen in der Jungpferde Zeit ist das Pferd tendenziell Wehrhaft, was Verarztungen angeht. Zumindest wenn es weh tut. Ansonsten ist sie brav im Umgang, lässt sich überall anfassen usw. Habe aber Sorge, dass das Schmieren eine Tortur wird, v.a. wenn es länger gehen sollte.

Bisher ist der Gurtlage nicht betroffen, ich fände es sehr schade, wenn das gerade erst angearbeitete Pferd eine längere Sattelpause einlegen müsste. Sei es durch die Behandlung oder durch Wachstum des Sarkoids.

Wenn ich am Tag ihrer Rückkehr das Salben starten würde, könnte ich ca 12 Tage Salben, danach bin ich 6 Tage im Urlaub. Wäre es dann besser gleich erst hinterher zu starten oder wäre diese Pause vertretbar?

Oder doch "einfach" operieren lassen? Ich weiß es ist schwierig auf die Entfernung etc, aber ich würde mich über Einschätzungen und Ratschläge freuen.
Johanna89
Beiträge: 5
Registriert: Samstag 5. Juli 2025, 07:54

Re: Behandlung starten? Oder doch OP?

Beitrag von Johanna89 »

Nachtrag:
Wäre es eine Idee, jetzt gleich (oder ab Ende Juli) mit Aciclovir zu starten? Weil ich da weniger starke Abwehrreaktionen/Schmerzen erwarten würde?
HeikeG
Beiträge: 89
Registriert: Montag 27. Februar 2023, 18:32

Re: Behandlung starten? Oder doch OP?

Beitrag von HeikeG »

Hallo Johanna,

ich hatte bei meinem Wallach zwei Kleinfingernagelgroße Sarkoide, die ich zunächst mit Aciclovir und dann mit EM-Salbe behandelt habe. Ich habe sie mir damit auf golfball- bzw. faustgroß "gezüchtet". Erst mit CompX habe ich (nach weiteren erfolglosen Behandlungsversuchen) die Sarkoide erfolgreich "getötet". Im Nachhinein würde ich gleich mit der CompX anfangen und die anderen (teuren) erfolglosen Versuche sein lassen. Wenn Aciclovir nicht stark genug ist, wird dein Sarkoid anfangen zu wachsen und dann wird es länger dauern bzw. schwieriger werden, es loszuwerden.

Liebe Grüße
Heike
Andrea
Beiträge: 2579
Registriert: Sonntag 28. April 2019, 06:58

Re: Behandlung starten? Oder doch OP?

Beitrag von Andrea »

Hallo Johanna,

Bei dieser Größe wirkt Aciclovir sicher nicht - zumindest nicht ausreichend.

Und bzgl. der Frage nach dem Start vor dem Urlaub: da würde ich eher bis danach warten. Ein Behandlungsstart mit Pause so früh ist eher kontraproduktiv.
Und bezüglich Reiten/Anreiten... schon klar, dass das Sarkoid da nicht reinpasst, aber glaub mir: das tut es nie. Und es wird keine Phase geben, in der die Behandlung super reinpasst 😆. Aber andersrum: wenn das auf diese Größe in doch so kurzer Zeit angewachsen ist, solltest Du nicht zu lange trödeln mit der Behandlung.
Ach, und Op ist nicht gleich Op. Klassische chirurgische Entfernung führt oft zu Rezidiven, weil nicht alles erwischt wird. CO2-LASER wäre schon eine Empfehlung, entscheiden musst Du das.

Liebe Grüße
Andrea
Johanna89
Beiträge: 5
Registriert: Samstag 5. Juli 2025, 07:54

Re: Behandlung starten? Oder doch OP?

Beitrag von Johanna89 »

Vielen Dank für eure Antworten.

Wenn ich das nächste Mal beim Pferd bin, werde ich auch nochmal Fotos machen und konkret messen oder ein Maß daneben halten, damit ich das besser verfolgen kann, ob es weiter wächst etc.

Nein, ich möchte auf jeden Fall zeitnah etwas unternehmen, bevor das Ding riesig wird. Das ist klar. Ich versuche lediglich, einen guten Schlachtplan zu entwickeln ;). Ich hoffe jetzt einfach, dass es die paar Wochen noch halbwegs Ruhe gibt und werde mich noch weiter informieren und besprechen. Ich erzähle euch, wie es weiter geht.
Johanna89
Beiträge: 5
Registriert: Samstag 5. Juli 2025, 07:54

Re: Behandlung starten? Oder doch OP?

Beitrag von Johanna89 »

So, jetzt wollte ich mich nochmal melden und einen Zwischenstand durch geben:
Ich habe das Sarkoid jetzt rglm gemessen und fotografiert, es ist die letzten vier Wochen nicht weiter gewachsen, eventuell ist es eher einen Tick kleiner geworden (Länge und Breite sind gleich, aber die Dicke erscheint etwas weniger).

Ich mache die Dokumentation weiter, aber momentan scheint es mir vertretbar noch ein paar Wochen abzuwarten, sodass wir Stallumzug, Herdeneingliederung und meine Urlaub vorüber gehen lassen können. Vorerst versuche ich in Hinblick auf den Umzug etc das Immunsystem zu stützen, habe die Mineralisierung angepasst und sie bekommt eine Zylexis-Kur.

Ich halte euch auf dem Laufenden und lese solange gerne hier mit, wie es den anderen Pferden ergeht.
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