13jährige Tinkerstute, Sarkoid Nähe Euter, CompX
Verfasst: Montag 11. August 2025, 10:20
Hallo alle,
ich hoffe, ich bin hier im richtigen Unterforum gelandet - wollte mich bzw. uns auch gern einmal einreihen bei den Sarkoidgeplagten. Ich muss vorwegschicken, dass ich unsere Geschichte bisher nicht regelmäßig fotografisch festgehalten habe, nur ab und zu mal einen Schnappschuss für eine bewanderte Freundin machte - ansonsten gucke ich einfach selbst täglich aggressiv drauf..
Ich füge die Schnappschüsse hier hinzu, erwarte daraus aber keine rückblickende Beurteilung.
Ich habe eine 13-jährige Tinkerstute, bei der sich erstmals im April 2025 eine "Merkwürdigkeit" in der Nähe des Euters zeigte. Auffällig wurde es wahrhaftig von heute auf morgen, wobei es sicher schon länger da war, nur nicht aufgefallen ist. Sie hatte Bluttropfen im weißen Behang der Hinterbeine, die irgendwo von oben kommen mussten, woraufhin ich das Pferd absuchte und das fand:
War dann auch klar, warum das vorher nicht aufgefallen war. Dort gucke ich nun nicht gerade jeden Tag hin und das lange Winterfell war auch nicht hilfreich. Jedenfalls sagte mein Bauchgefühl sofort "Sarkoid", obwohl ich vorher noch nie eins gesehen hatte.
Wenige Tage später sah es so aus (da habe ich noch mit Wasser den Siff weggewaschen, damit hab ich irgendwann aufgehört):
Auf Anraten einer Bekannten habe ich mir die Salbe "Sarkowarz" bestellt, habe ungefähr vier Wochen geschmiert und keinerlei Veränderung bemerkt und auch da sagte mein Bauchgefühl wieder, wir seien auf dem Holzweg. Dann erfolgte der Wechsel zu CompX, zunächst 1:2.
Das Sarkoid wuchs und knubbelte fröhlich vor sich hin. Wie gesagt, ich habe den Verlauf nicht gezielt dokumentiert, doch im Juni, also ca. zwei Monate nach Entdeckung, sah es letztlich so aus und war in etwa kirschgroß.
Ab hier wuchs es unter CompX weiter, bis es zuletzt etwa walnussgroß war. Ich hatte aber dann schon fleißig hier im Forum gelesen, ließ mich erstmal nicht verunsichern und schmierte tapfer weiter. Ich bestellte CompX bei Irene nach und weil ich zu der Zeit zufällig eh in einer anderen Sache mit meinem TA konferierte, fragte ich ihn mal, was er so meinte. Ich beschrieb meine bisherige Behandlung. CompX war ihm kein Begriff, er kannte nur XXTerra - meine Beschreibung von CompX machte ihn zunächst skeptisch (gerade der Aspekt mit der Verdünnung), aber er meinte, wenn ichs eh schon da hätte, könne ich ja ruhig weiterschmieren, aber er würde auf das Verdünnen verzichten und ggf. im selben Rhythmus schmieren, wie man auch XXTerra schmieren würde. Letzteres machte ich nicht, ich schmierte weiter täglich, allerdings für etwa dreieinhalb Wochen unverdünnt bzw. nur minimal verdünnt (ganz ohne Vaseline wollte mir die Salbe nicht so gut haften).
Das Sarkoid krustete so fröhlich und dick vor sich hin, ich schmierte fleißig in die Risse und um den Stiel (in der Hoffnung, dass sich die Salbe durch Wärme und Schwerkraft etwas unter die Krusten arbeiten würde) und letzte Woche hatte ich erstmals den Eindruck, als würde es sich an einer Stelle etwas lösen. An einer Stelle konnte ich quasi zwischen Knubbel und Pferdebauch durchgucken. Ich war vorsichtig optimistisch, vielleicht würde ja mal ein Stück abfallen, und in den Zwischenraum schmierte ich jeden Tag gründlich CompX (immer noch in der fast unverdünnten Form). Bin ja froh, dass meine Stute meistens kooperativ ist.
Gestern erblickte ich dann das:
Whoohoo! Der Knubbel ist weg! Das war die beste Nachricht des Tages.
Ich hatte nicht gedacht, dass es dann doch so schnell gehen würde. Die krustige Ansatzstelle ist nun noch etwa fingernagelgroß.
Jetzt schmiere ich natürlich tapfer weiter. Aber es ist jetzt sehr viel einfacher. Es wirkt mir so, als wäre es drumherum etwas geschwollen (vielleicht ist es aber auch noch etwas "labberige" Haut - das Gewicht des Sarkoids hat mit der Zeit daran gezogen), das Gewebe ist jedenfalls weich und ich muss mich wohl überraschen lassen, ob von da drunter noch was zum Vorschein kommt. Ab heute werde ich die Salbe jedenfalls wieder stärker verdünnen, dann dürfte ja auch eine eventuelle Schwellung wieder zurückgehen.
In den letzten Monaten war ich schon ein paar Mal etwas mutlos, weil wir uns gefühlt nur im Kreis drehten und das Teil immer weiter wucherte. Gedanklich gab ich mir bis zum Winter - wenn es bis dahin nicht eine wesentliche Veränderung gegeben hätte oder es zunehmend schlimmer geworden wäre, hätte ich mich nach Alternativen umsehen müssen. Aber jetzt bin ich wieder sehr optimistisch, dass wir das Ding loswerden können. Ein großer Teil scheint geschafft.
Also, mein Rat an die Mitlesenden lautet bis hierhin ganz klar: CompX ist eine super Sache und verliert bloß nicht dauerhaft den Mut. Wir brauchen den längeren Atem als diese blöden Teile.
Ich möchte ab jetzt regelmäßiger Verlaufsfotos machen und bei Interesse gern hier posten.
Liebe Grüße aus dem Frankenland,
Nora
ich hoffe, ich bin hier im richtigen Unterforum gelandet - wollte mich bzw. uns auch gern einmal einreihen bei den Sarkoidgeplagten. Ich muss vorwegschicken, dass ich unsere Geschichte bisher nicht regelmäßig fotografisch festgehalten habe, nur ab und zu mal einen Schnappschuss für eine bewanderte Freundin machte - ansonsten gucke ich einfach selbst täglich aggressiv drauf..

Ich habe eine 13-jährige Tinkerstute, bei der sich erstmals im April 2025 eine "Merkwürdigkeit" in der Nähe des Euters zeigte. Auffällig wurde es wahrhaftig von heute auf morgen, wobei es sicher schon länger da war, nur nicht aufgefallen ist. Sie hatte Bluttropfen im weißen Behang der Hinterbeine, die irgendwo von oben kommen mussten, woraufhin ich das Pferd absuchte und das fand:
War dann auch klar, warum das vorher nicht aufgefallen war. Dort gucke ich nun nicht gerade jeden Tag hin und das lange Winterfell war auch nicht hilfreich. Jedenfalls sagte mein Bauchgefühl sofort "Sarkoid", obwohl ich vorher noch nie eins gesehen hatte.
Wenige Tage später sah es so aus (da habe ich noch mit Wasser den Siff weggewaschen, damit hab ich irgendwann aufgehört):
Auf Anraten einer Bekannten habe ich mir die Salbe "Sarkowarz" bestellt, habe ungefähr vier Wochen geschmiert und keinerlei Veränderung bemerkt und auch da sagte mein Bauchgefühl wieder, wir seien auf dem Holzweg. Dann erfolgte der Wechsel zu CompX, zunächst 1:2.
Das Sarkoid wuchs und knubbelte fröhlich vor sich hin. Wie gesagt, ich habe den Verlauf nicht gezielt dokumentiert, doch im Juni, also ca. zwei Monate nach Entdeckung, sah es letztlich so aus und war in etwa kirschgroß.
Ab hier wuchs es unter CompX weiter, bis es zuletzt etwa walnussgroß war. Ich hatte aber dann schon fleißig hier im Forum gelesen, ließ mich erstmal nicht verunsichern und schmierte tapfer weiter. Ich bestellte CompX bei Irene nach und weil ich zu der Zeit zufällig eh in einer anderen Sache mit meinem TA konferierte, fragte ich ihn mal, was er so meinte. Ich beschrieb meine bisherige Behandlung. CompX war ihm kein Begriff, er kannte nur XXTerra - meine Beschreibung von CompX machte ihn zunächst skeptisch (gerade der Aspekt mit der Verdünnung), aber er meinte, wenn ichs eh schon da hätte, könne ich ja ruhig weiterschmieren, aber er würde auf das Verdünnen verzichten und ggf. im selben Rhythmus schmieren, wie man auch XXTerra schmieren würde. Letzteres machte ich nicht, ich schmierte weiter täglich, allerdings für etwa dreieinhalb Wochen unverdünnt bzw. nur minimal verdünnt (ganz ohne Vaseline wollte mir die Salbe nicht so gut haften).
Das Sarkoid krustete so fröhlich und dick vor sich hin, ich schmierte fleißig in die Risse und um den Stiel (in der Hoffnung, dass sich die Salbe durch Wärme und Schwerkraft etwas unter die Krusten arbeiten würde) und letzte Woche hatte ich erstmals den Eindruck, als würde es sich an einer Stelle etwas lösen. An einer Stelle konnte ich quasi zwischen Knubbel und Pferdebauch durchgucken. Ich war vorsichtig optimistisch, vielleicht würde ja mal ein Stück abfallen, und in den Zwischenraum schmierte ich jeden Tag gründlich CompX (immer noch in der fast unverdünnten Form). Bin ja froh, dass meine Stute meistens kooperativ ist.
Gestern erblickte ich dann das:
Whoohoo! Der Knubbel ist weg! Das war die beste Nachricht des Tages.

Jetzt schmiere ich natürlich tapfer weiter. Aber es ist jetzt sehr viel einfacher. Es wirkt mir so, als wäre es drumherum etwas geschwollen (vielleicht ist es aber auch noch etwas "labberige" Haut - das Gewicht des Sarkoids hat mit der Zeit daran gezogen), das Gewebe ist jedenfalls weich und ich muss mich wohl überraschen lassen, ob von da drunter noch was zum Vorschein kommt. Ab heute werde ich die Salbe jedenfalls wieder stärker verdünnen, dann dürfte ja auch eine eventuelle Schwellung wieder zurückgehen.
In den letzten Monaten war ich schon ein paar Mal etwas mutlos, weil wir uns gefühlt nur im Kreis drehten und das Teil immer weiter wucherte. Gedanklich gab ich mir bis zum Winter - wenn es bis dahin nicht eine wesentliche Veränderung gegeben hätte oder es zunehmend schlimmer geworden wäre, hätte ich mich nach Alternativen umsehen müssen. Aber jetzt bin ich wieder sehr optimistisch, dass wir das Ding loswerden können. Ein großer Teil scheint geschafft.
Also, mein Rat an die Mitlesenden lautet bis hierhin ganz klar: CompX ist eine super Sache und verliert bloß nicht dauerhaft den Mut. Wir brauchen den längeren Atem als diese blöden Teile.
Ich möchte ab jetzt regelmäßiger Verlaufsfotos machen und bei Interesse gern hier posten.
Liebe Grüße aus dem Frankenland,
Nora