7 jähriger Hannoveraner mit ES am Hals/Brustübergang

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Melissa
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7 jähriger Hannoveraner mit ES am Hals/Brustübergang

Beitrag von Melissa » Dienstag 13. August 2019, 07:34

Hallo zusammen,
mein Name ist Melissa und ich habe einen 7 jährigen Hannoveraner mit einem (Würde es mal so nennen) flachem ES am Hals/Brustübergang. Ich habe ihn 4 jährig gekauft ohne ES und ein halbes Jahr später hatte er plötzlich einen ganz kleinen Fleck am Hals wobei ich mir erstmal gar nichts gedacht habe und es sich auch erstmal nicht verändert hat. Seit ca einem halben Jahr wächst es aber plötzlich. Ich hatte die ganze Zeit Angst etwas dran zu machen nicht das es schlimmer wird und die Tierärzte meinten am besten gar nix machen da es ihn auch nicht stört. Da es jetzt aber wächst sollte ich denke ich doch was unternehmen und bin etwas ratlos und habe Angst was falsch zu machen. Er wird in der Box (Stroh) mit täglichen Koppelgang gehalten und bekommt 3x täglich Heu und 3x Hafer und Müsli. Ich schmiere jetzt seit ca 3 Wochen Thuja Extern auf die Stelle und fütter ihn Thuja Globuli und habe das Gefühl das es etwas mehr wurde und bin am überlegen auf Grund der Berichte auf CompX umzustellen. Meint ihr auf Grund eurer Erfahrung ich soll es direkt mit CompX probieren oder erstmal mit Thuja weiter machen? Ich hätte CompX von einer Freundin da welches schon 1 zu 1 gemischt ist.
Vielen Dank schon mal für die tollen Erfahrungsberichte hier und ich würde mich sehr über eure Hilfe freuen.
LG Melissa
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rj-hü
Beiträge: 488
Registriert: Samstag 29. April 2017, 23:36

Re: 7 jähriger Hannoveraner mit ES am Hals/Brustübergang

Beitrag von rj-hü » Dienstag 13. August 2019, 19:49

Hallo Melissa,

herzlich willkommen hier im Forum.

Am besten liest du dich erstmal quer durch, auch durch die allgemeinen Informationen, damit du einen guten Eindruck bekommst. Mit CompX haben hier sehr viele sehr gute Erfahrungen gemacht.
Die Entscheidung ob und wie du behandelst kann dir natürlich keiner abnehmen. Auch nicht, welche Behandlung für euch die Richtige ist, wenn du dich für eine Behandlung entscheidest. Im Zweifel solltest du nochmal eine weitere Tierarzt-Meinung einholen.

Ich selbst würde behandeln, sobald es sich verändert/vergrößert (was ja bei dir der Fall ist), weil man sagt ganz allgemein, je kleiner, desto besser zu behandeln.
Wenn es auch mit Thuja größer wird, dann scheint das nicht auszureichen.
Wichtig ist auch zu wissen, dass jede Behandlung das Sarkoid reizt. Wenn du beginnst, solltest du es auch durchziehen und nicht mittendrin aufhören.

Wäre schön, wenn du berichtest ob und wie du (weiter) behandelst.
~~~~~~~~~~~~
Viele Grüße, RJ
Melissa
Beiträge: 110
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Re: 7 jähriger Hannoveraner mit ES am Hals/Brustübergang

Beitrag von Melissa » Mittwoch 14. August 2019, 20:45

Vielen Dank für deine Antwort.

Er hat eine weitere kleine Stelle an der "Achsel" bekommen 😱 habe direkt Thuja drauf getupft. Ich tendiere aber eigtl sehr dazu zu CompX zu wechseln, da ich echt etwas Angst habe was Thuja da grad mit ihm macht... auch wenn mir von einer Bekannten gesagt wurde, dass würde man homöopathische Erstverschlimmerung nennen und wäre ein Zeichen das er drauf anspricht. Hatte das einer von euch schon mal?
Weiß jemand wie das ist CompX während der Turniersaison zu verwenden? Ist das Doping?

LG
rj-hü
Beiträge: 488
Registriert: Samstag 29. April 2017, 23:36

Re: 7 jähriger Hannoveraner mit ES am Hals/Brustübergang

Beitrag von rj-hü » Mittwoch 14. August 2019, 21:33

http://www.equines-sarkoid.de/seite-1/i ... ootsalben/

Schau mal hier, da steht unter dem Stichwort "Dopingrelevanz" etwas.
Wer dir das genau sagen kann, weiß ich aber auch nicht.
Tierarzt? FN?
~~~~~~~~~~~~
Viele Grüße, RJ
Andrea
Beiträge: 220
Registriert: Sonntag 28. April 2019, 06:58

Re: 7 jähriger Hannoveraner mit ES am Hals/Brustübergang

Beitrag von Andrea » Freitag 16. August 2019, 08:02

Hallo Melissa, Du wolltest ja auch etwas wissen zur "Erstverschlechterung" bei Thuja und Erfahrungen dazu. Ich habe auch mit Thuja Urtinktur in Verbindung mit Thuja und Sepia Globuli gestartet. Nach zwei Monaten herzlich wenig Fortschritt bei dem einen Sarkoid, das andere hat reagiert und war blutig und offen und meine Stute fand Alkohol an blutigem Gewebe höchst unerfreulich. Ich bin dann auf Aloe Vera umgestiegen, dann auf Aciclovir. Im Nachhinein ärgere ich mich immer noch, dass ich so lange (7 Monate!) rumgedoktert habe, bevor ich auf CompX umgestiegen bin, denn erst die hat bei uns den Durchbruch geschafft und nach nur 3 Monaten (ziemlich genau) Behandlungsdauer mit CompX haben wir einen Großteil der Strecke hinter uns, denke ich. Schau einfach mal in mein Tagebuch - das Bild "Stand Anfang Januar" ist der Stand nach zwei Monaten Behandlungsdauer mit Thuja. Du kannst Dich ja einfach mal durchlesen: viewtopic.php?f=13&t=843
Wünsche Dir viel Erfolg und drücke die Daumen!
Andrea
Melissa
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Re: 7 jähriger Hannoveraner mit ES am Hals/Brustübergang

Beitrag von Melissa » Sonntag 18. August 2019, 09:01

Vielen Dank für eure lieben Antworten!

@Andrea Wahnsinn die Sarkoidstellen deiner Stute sind ja fast exakt die gleichen wie bei meinem Franzl. Super dein Tagebuch! Ich werde auf jeden Fall auf CompX umsteigen...
sobald ich beginne werde ich Bilder posten und wäre euch weiterhin sehr dankbar über euren Rat:)

Meint ihr ich soll mit Thuja weiter machen bis ich mit CompX beginne oder aufhören? Blöd mit dem Doping sonst würde ich direkt beginnen aber das Risiko das man am Ende in die Dopingkontrolle kommt ist da zu hoch...

Schönen Sonntag euch allen
Andrea
Beiträge: 220
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Re: 7 jähriger Hannoveraner mit ES am Hals/Brustübergang

Beitrag von Andrea » Sonntag 18. August 2019, 12:07

Hallo Melissa,
also aufhören ist definitiv keine Option. Wenn man einmal anfängt und das Sarkoid reagiert, d.h. gereizt wurde, muss man das auch durchziehen, sonst wird das mit gesteigertem Wachstum quittiert, was wirklich niemand brauchen kann! Also bitte unbedingt weiter machen.

Ich hab mich grad mal durch die Doping-Informationen der FN gelesen (rein aus Neugier) https://www.pferd-aktuell.de/turnierspo ... medikation
In Futtermitteln wäre Weidenrinde bis 0,5 % Anteil erlaubt.

Ich selbst sehe es so: wenn sich eine Kruste gebildet hat, musst Du eh nicht schmieren und ansonsten könntest Du 48 Stunden vor dem Turnier auf eine niedrige Mischung umsteigen (kannst ja dann nach dem Turnier gleich pur draufgehen, sofern nötig).

Ich mach mal eine kleine Beispielrechnung auf: ich mische immer 10 g CompX mit 30 g Vaseline, Du hast also 40g Creme in dieser Mischung. Auf Dein Sarkoid schmierst Du was? 1 g? (Zum Vergleich: die 2g Aciclovir haben mir für ALLE (und das sind ja ein paar mehr als bei Euch) Sarkoide dick schmieren locker gereicht). Also 0,25 g CompX - der Rest ist ja Vaseline. Da CompX sicherlich nicht zu 100 % aus Weidenrinde besteht, sondern eher einen höheren Blutwurz-Anteil hat, unterstelle ich mal einen maximalen Weidenrindenanteil von 50% (und das ist ULTRA hochgegriffen). Du würdest also 0,125 g "Weidenrinden"-Creme äußerlich schmieren. Ich kann mir in keinster Weise vorstellen, dass hiervon im Blut irgendwas nachweisbar wäre bei einer Kontrolle. Also ich persönlich würde das nicht als kritisch sehen. Man kann hier ja auch in keinster Weise von "Doping" sprechen, wenn Du auf eine kleine Hautstelle etwas entzündungshemmendes aufträgst. Ist aber nur meine Meinung.
Auf welchem Niveau reitest Du denn? Ich kann mir nämlich auch nicht vorstellen, dass auf A-Niveau bei einer Blutentnahme auf ALLE Substanzen getestet würde, das wäre ja enorm kostspielig, das würde sich doch gar nicht rentieren!

Du schreibst ja, dass das Sarkoid bereits gewachsen ist und durch Thuja eher auch noch eine Verschlechterung eingetreten ist... Beobachte einfach weiter (am besten täglich Fotos aus gleichem Winkel und Abstand machen), ggf. auch mal ein Maßband oder Fingernagel daneben halten, dann kannst Du gut sehen, wie es sich verändert. Und wenn es total "entartet", solltest Du halt wirklich überlegen, trotz der noch laufenden Turniersaison die Behandlungsmethode zu ändern.

LG, Andrea
Melissa
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Re: 7 jähriger Hannoveraner mit ES am Hals/Brustübergang

Beitrag von Melissa » Sonntag 18. August 2019, 18:35

Du hast vollkommen Recht Andrea, deine Rechnung ist absolut verständlich!!! Super!!!
Franzl geht bis S** Dressur
Ich werde es nochmal mit meiner Trainerin besprechen aber denke das ich die Tage mit CompX beginnen werde und dann auch täglich Bilder machen:) bis dahin mache ich mit Thuja weiter..
Andrea
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Re: 7 jähriger Hannoveraner mit ES am Hals/Brustübergang

Beitrag von Andrea » Donnerstag 5. September 2019, 14:21

Hallo Melissa, und? Was hat die Rücksprache mit Deiner Trainerin ergeben? Wie sieht es bei Euch aus?
LG, Andrea
Melissa
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Re: 7 jähriger Hannoveraner mit ES am Hals/Brustübergang

Beitrag von Melissa » Sonntag 8. September 2019, 07:40

Danke der Nachfrage! Ich werde nach dem nächsten Wochenende mit CompX beginnen. Bin schon ganz aufgeregt und hoffe das es ihm nicht all zu schlimm dabei ergeht und ein positives Ergebnis dabei raus kommt.
LG Melissa
Andrea
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7 jähriger Hannoveraner mit ES am Hals/Brustübergang

Beitrag von Andrea » Sonntag 8. September 2019, 08:51

Na, dann wünsche ich Euch einen guten Schmierstart! Mach viele Fotos, dann siehst Du gut, ob/wie es sich verändert - und wenn Du Fragen hast: hier ist eigentlich immer jemand, der Dir mit Ratschlägen weiterhilft. Toi, toi, toi!
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