Futterumstellung zur Sarkoidbekämpfung

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annido
Beiträge: 12
Registriert: Montag 22. Dezember 2025, 11:25

Re: Futterumstellung zur Sarkoidbekämpfung

Beitrag von annido »

Hallo Kökel!
Danke das du dich nochmal zum Thema Futter geäußert hast. Auch wenn ich das mit der Blutanalyse mit EMS in Betracht ziehe, würde ich gerne schon jetzt etwas umsetzen, um ihn futtertechnisch wieder etwas gesund aufzubauen. Gibt es denn etwas, neben dem melassefreien Rübenschnitzel was ich unbedenklich verfüttern kann? Würde ich mit einer geringen Menge Hafer( wie viel?) nichts kaputt machen? Das Rübenschnitzel muss ja eingeweicht werden, dass kann der Stallbesitzer nicht machen, das muss ich dann an den Tagen wo ich da bin. Könnte aber auch mal sein, das ich nicht jeden Tag da bin (ist ein Stall mit Vollpension). Dann hätte ich gerne etwas was der Stallbesitzer mit verfüttern kann. Das Hafer ist halt im Preis mit drin, anderes Futter muss ich besorgen. Hast du da Empfehlungen, welches Futter geht und bei einem eventuell positiven Befund im Blut nichts verschlimmern würde? Und wie ist es mit Mineralfutter? Am besten dann ja alles in Zucker und Getreidefrei, oder?

Viele Grüße
Annika
Kökel
Beiträge: 49
Registriert: Freitag 21. Juni 2024, 11:24

Re: Futterumstellung zur Sarkoidbekämpfung

Beitrag von Kökel »

Wenn du bei Back to the Basic bleiben oder dort hinkommen möchtest wäre Timothee Heu ( Häcksel z.B. von Lexa) oder Grünhafer ( z.B. Agrobs) eine Überlegung wert.
Durch die Kauschläge die Heufütterung erfordert entsteht viel Speichel das die Magensäure abpuffert und der natürlichste Magenschutz ist.
Beide Grassorten sind EMS kompatibel.

Semhof bietet Heucobs an die trocken gefressen werden können und einen geringen Gesamtzuckerucker von unter 10% haben.Holzner bietet ebenso Cobs und Pellets an due trocken verfüttert werden können.
Dort ist allerdings nur Stärke und Fruktan angegeben was uns nicht den Gesamtzucker rechnen lässt.
Fruktan ist nämlich nicht dem Gesamtzucker zuzurechnen!
Fruktan ist ein komplexes Kohlenhydrat, das von den Enzymen des Pferdes nicht verdaut oder anderweitig in einfachen Zucker zerlegt werden kann.
Der Grund das Ponys und Pferde mit IR / EMS anfällig für Hufrehe sind ist also der einfache Zucker- und Stärkegehalt im Gras.

Stärke hingegen ist ein Kohlenhydrat und gehört zu den Polysacchariden, den sogenannten Vielfachzuckern und ist den von EMS/IR-lern verträglichen 10% Gesamtzuckergehalt zuzurechnen.

BITTE KEINE HEUCOBS TROCKEN VERFÜTTERN DIE NICHT EXPLIZIT DAFÜR ANGEGEBEN SIND!!

Die genannten Grashäcksel oder Heucobs könnten also als Krippenfutter dienen das durch Stallpersonal gegeben werden könnte.

Liegt ein gestörter Stoffwechsel vor ist auch eine kleine Menge des Stärkereichen Hafers schnell ein Problem.
Ein gesunder Mensch kann mal seinen Heißhunger durch das Naschen einer ganzen Tafel Schokolade stillen, einem Diabetiker würde es schwerwiegende Folgen und einen immensen BZ Anstieg bescheren.
Bei Pferden ist übrigens das Insulin das Problem.

Atcom Mineral oder von Maroske 711 wären EMS kompatible Mineralfutter die ohne Schnickschnack sind. Das enge Calcium Phosphor Verhältnis passt zur Heufütterung.
Ich bin Besitzerin eines EMS IR CUSHING Ponys und verzichte gerne auf Eisen im Mineral da dies, außer man wässert sein Heu, i.d.R. aausreichend vorhanden ist und ein " Overload" eine IR nährt.
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