kugeliges ES an seitl. Gurtlage neben Ellenbogen

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Nika
Beiträge: 22
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kugeliges ES an seitl. Gurtlage neben Ellenbogen

Beitrag von Nika » Donnerstag 26. März 2020, 16:11

Hallo,

nachdem auch ich seit Monaten hier in diesem tollen und informativen Forum stille Mitleserin bin, möchte ich mich und mein Pferd nun endlich vorstellen, da ich eure Hilfe als unverzichtbar und sehr wertvoll erachte.

Kurzvorstellung Pferd:
Rasse: Araber
Geschlecht: Hengst
Alter: 2 J.
Stallbedingungen: insgesamt 6 eigene Pferde am Haus, keine Einsteller
Haltung: Nachts große, luftige Boxen, tagsüber Winter großer Paddock, Sommer Weide
Grundfütterung: Heu satt, eiweißreduziert. Müsli, Hafer / Schwarzhafer, Mineralfutter
Zusätze seit ES-Behandlung: Kieselgur, Zink, Rote Beete Chips, Schwarzkümmelöl
temporär: im Wechsel Sarkoid-Gewebekräuterkur bzw. Stoffwechselkräuterkur

Verlauf:
Im Nachgang und mit dem Wissen von heute haben wir eigentlich den klassischen Verlauf. Vielleicht bis auf das Alter von meinem Pferd, denn das erste Mal auffällig wurde mir die Stelle als er ca. ein halbes Jahr alt war. Hinter dem Ellenbogen zur seitlichen Gurtlage bemerkte ich einen kleinen Miniknubbel. Es sah aus wie ein Zeckenbiss, wo er sich selbst die Zecke abgebissen hat. Also ein winziger Hubbel mit einem Punkt in der Mitte. Ich dachte mir nicht viel dabei und es passierte auch erst einmal nichts weiter. Fohli wuchs fröhlich weiter und war durchweg fit.
Im Januar/Februar 2019 wurde er dann langsam von seiner Mutter abgesetzt und bekam einen Aufzuchtspartner (gleichaltrigen Ponyhengst) als Spielkumpel dazu. Die beiden verstehen sich prima. Im März/April 2019 bekamen alle unsere Pferde eine Atemwegsinfektion (normales Allgemeinbefinden, kein Fieber, aber Nasenausfluß und Husten, sowie geschwollene Lymphknoten). Die Behandlung zog sich etwas hin, aber alle sind komplikationslos wieder fit geworden. Auch der Fellwechsel war in vollem Gange. Also Absetzten, neuer Spielgefährte, Atemwegsinfektion und Fellwechsel.... das Immunsystem war eindeutig mit diversen Dingen auf eine harte Probe gestellt...
Mit Übergang von superplüschigem Fohlenwinterpelz auf glattes Sommerfell fiel mir sehr schnell auch wieder der kleine Hubbel auf. Dieser war vielleicht so groß wie ein kleiner Mückenstich und hatte mittig so groß wie ein kleiner Stecknadelkopf so etwas wie einen Hornhautstift.
Über den Sommer wuchs der Hubbel zu einer Erbse und der Hornhautstift saß oben drauf und sah immer mehr wie eine kleine schrumpelige Rosine aus.
Im August 2019 liess ich das von meiner Tierärztin anschauen, welche mir sehr schnell sagte, dass das ein kleines equines Sarkoid sei, welches von Kühen (wir haben viele Kühe hier im Umfeld) in viraler Form über Zeckenbisse oder Stechinsekten übertragen werde. Ich solle mir aber keine Sorgen machen, es gäbe eine Salbe die wahre Wunder bei so etwas vollbringt und kein gesundes Gewebe angreift. So bekam ich Dermequin (xxTerra) mit der üblichen Anweisung 4 Tage lang dünn schmieren dann 4 Tage Pause u.s.w.
Gesagt getan, im August 2019 den ersten Tag geschmiert. Am nächsten Tag das Wunder: die Minirosine war von der Erbse einfach abgefallen! Ich dachte „wow“, das ist ja wirklich eine Wundersalbe und tupfte am zweiten Tag somit nur noch die Erbse ein. Am nächsten Tag erlebte ich dann ein weiteres Wunder, allerdings der unschönen Art. Mein Pferd hatte rund um die Erbse eine ca. halben Handball (riesige) große, kochendheiße Schwellung. Und direkt hinter dem Ellenbogen mit etwas Abstand zur ersten noch eine weitere. Die zweite Schwellung kam wohl davon, dass sich bei Bewegung des Pferdes die Salbe von der Erbse auf diese Stelle gegenrieb. Sofort rief ich die Tierärztin an, welche mir sagte, dass das ja ganz selten vorkommen würde...ich soll pausieren, bis die Schwellungen nach ein paar Tagen weg seien und mich ansonsten in der Tierklinik informieren. Die Tierärzte der Klinik gaben mir die gleiche Info. So wartete ich ab, aber unsere Schwellungen verschwanden nicht nach ein paar Tagen, sondern blieben ca. einen Monat erhalten. Die Hitze in den Schwellungen verschwand sehr schnell, allerdings verkrusteten beide Schwellungen oben drauf sehr stark. Weder Tierärztin noch Klinik wußten Rat und rieten mir von jeglicher Weiterbehandlung mit xxTerra ab und nach Abklingen der Schwellungen wenn notwendig zur ES-OP.
Nach ca. einem Monat brachen beide Schwellungen auf und ergossen Eitermassen auf den Stallboden. Mit Spülen und üblicher Wundbehandlung heilten beide Stellen Gott sei Dank sehr zügig und gut ab.
Es blieb ein wenig Narbengewebe und an der Stelle mit der Erbse ein für mich noch fühlbarer kleiner Hubbel in der Haut. Tja, und was soll ich sagen...der kleine Hubbel wuchs sehr schnell wieder zu einer Erbse und dann zu einer kleinen Nuß. Ich musste also handeln, wollte aber vorerst keine OP. Seit der Zeit der Schwellungen habe ich mich so gut es geht belesen und unter anderem auch Gott sei Dank dieses Forum hier gefunden. Aber erst einmal traute ich mich auch nicht mehr an das Salben mit xxTerra oder CompX ran.
Heute weiß ich, ich hätte in dem Wundheilungsprozeß schon die Minierbse zumindest verdünnt weiter schmieren sollen... Vorerst gab ich ihm jedoch seitdem Schwarzkümmelöl, Zink, Kieselgur und Rote Beete Chips für das Immunsystem und die Hautprozesse. Weiterhin bekam er mehrere Gewebekräuterkuren gg. Sarkoide im Wechsel mit Stoffwechselkuren. Zudem salbte ich 6 Wochen mit Vera's SarkoidCreme. Leider alles ohne sichtbaren Erfolg.
Inzwischen ist die kleine Nuß eine stattliche Nuß von ca. 2 cm und ich muss definitiv eine andere Taktik wählen.
Anfang März habe ich dann mein Köfferchen Mut gepackt und dem ES den Kampf angesagt.
Zu Beginn habe ich die Nuß einmal täglich mit xxTerra pur geschmiert und die umliegende Haut bis hinter den Ellenbogen großflächig und dick mit Melkfett abgedeckt, damit bei Gegenkontakt die xxTerra zumindest stark verdünnt wird.
Dicke Schwellungen hatte ich Gott sei Dank dadurch nicht mehr. Aber leider ist die Haut hinter dem Ellenbogen, welche bei Bewegung automatisch über die eingecremte Nuß reibt, trotzdem wieder stark gereizt und reagiert, sodass ich mir umgehend von Irene CompX bestellt habe.
In den nachfolgenden Beiträgen versuche ich anhand von Fotos mal den Verlauf bis heute darzustellen.

Ich hoffe, dass ich hier Menschen finde, die mich in meinem Handeln bestärken können oder mir Tips beim eincremen (z.B. bezüglich Stärke, wo schmieren, Pause machen etc.) geben können, da ich riesige Angst habe, meinen Bub kaputt zu schmieren und etwas falsch zu machen.... und vielleicht kann mein Werdegang für andere Leidensgenossen ebenso lehr- und hilfreich sein.

Liebe und hoffnungsvolle Grüße
Nika
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Re: kugeliges ES an seitl. Gurtlage neben Ellenbogen

Beitrag von Nika » Donnerstag 26. März 2020, 16:24

Diese Bilder sind vor dem Beginn mit xxterra / compx entstanden und dienen der Anschauung damit man sieht, wo sich unsere "Baustelle" befindet.
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20200205_175002kl1.jpg
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Re: kugeliges ES an seitl. Gurtlage neben Ellenbogen

Beitrag von Nika » Donnerstag 26. März 2020, 16:29

Hier sieht man unsere sogenannte "Nuß" links, ca 2 cm Durchmesser und rechts daneben das abgeheilte aber leicht vernarbte Gewebe der "Gegenstelle" vor Beginn mit xxTerra /CompX.
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20200301_211353kl.jpg
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Re: kugeliges ES an seitl. Gurtlage neben Ellenbogen

Beitrag von Nika » Donnerstag 26. März 2020, 16:35

Die ersten 9 Tage habe ich xxterra pur täglich einmal geschmiert. Man sieht gut, dass die Nuß ein wenig anfängt, sich zu verkrusten und das Gewebe rechts daneben trotz Melkfettabdeckung stark gereizt reagiert.
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20200306_184410kl2.jpg
20200311_134002kl2.jpg
20200308_184430kl2.jpg
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Re: kugeliges ES an seitl. Gurtlage neben Ellenbogen

Beitrag von Nika » Donnerstag 26. März 2020, 16:42

Oh, irgendwie sind die Bilder oben in der zeitlichen Reihenfolge durcheinander geraten...

Zumindest habe ich dann eine Schmierpause eingelegt, da sich links um die Nuß so von 6 - 10 Uhr eine leichte Schwellung gebildet hat. Nach 2 Tagen war diese weg und es zeigte sich ein Riss mit eitigem Gewebe darunter, der Deckel von der Nuss hob sich ein wenig ab. Ich habe den Riß wieder mit xxterra eingeschmiert.
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20200314_155325kl1.jpg
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Re: kugeliges ES an seitl. Gurtlage neben Ellenbogen

Beitrag von Nika » Donnerstag 26. März 2020, 16:46

Seit 17.03.2020 schmiere ich den Riss nun mit Compx. Ich habe für das erste Mal 1:2 angemischt.
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20200317_124515kl1.jpg
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Re: kugeliges ES an seitl. Gurtlage neben Ellenbogen

Beitrag von Nika » Donnerstag 26. März 2020, 16:54

Am zweiten Tag war ich wohl etwas zu mutig, da der Herr sich das Schmieren mit 1:2 CompX am Vortag so gut gefallen liess und auch das rechts danebenliegende gereizte Gewebe über Nacht zur Ruhe kam, habe ich am 2. Tag CompX 1:1 geschmiert. Leider wurde ich sofort bestraft: Mein Pferd hat sich sofort mit einem Mal die Kruste abgebissen... Nun haben wir ein offenes Spiegelei mit zäher Nuss... Ich weiß leider nicht genau, ob es tatsächlich die 1:1 Mischung war die massiv gejuckt hat oder eine der blöden Fliegen, die ihn dort geärgert haben. Er ist extrem kitzelig an den Stellen (auch auf seiner anderen gesunden Seite). Fakt ist die schöne Kruste ist ab.
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20200318_143530kl2.jpg
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Re: kugeliges ES an seitl. Gurtlage neben Ellenbogen

Beitrag von Nika » Donnerstag 26. März 2020, 17:10

Ich schmiere in den folgenden Tagen das Spielelei und die Nuss täglich mit 1:2 , 1:3 oder 1:1 ein. Es bildet sich auf der Nuss so ganz langsam wieder eine leichte Kruste und auf dem Spielelei auch. Allerdings sind die Krusten auf dem Spiegelei nicht wirklich hart und trocken, sondern eher wie getrocknetes Wundsekret. Man schiebt sie beim Schmieren oftmals unbeabsichtigt runter. An einigen Tagen habe ich auch nur die Risse eingeschmiert.
Ich habe zum Vergleich mal wieder gemessen. Die Nuss ist leider immer noch 2 cm im Durchmesser, aber sie ist glaibe ich flacher und nicht mehr so erhaben. Mag mich aber auch irren.
Inzwischen decke ich rundherum nicht mehr mit Melkfett ab, da die Haut daneben auf das CompX tatsächlich nicht so extrem reagiert. Auf dem Bild sieht man jedoch auf der abheilenden Stelle rechts einen krustigen Nubsi, den ich mit Argwohn beäuge...könnte das auch Sarkoidgewebe sein? Der Rest heilt ja schön rosa ab und pigmentiert sich wieder.
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20200324_103529kl2.jpg
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Re: kugeliges ES an seitl. Gurtlage neben Ellenbogen

Beitrag von Nika » Donnerstag 26. März 2020, 17:17

Ich habe mir inzwischen mehrere kleine Töpfchen mit den unterschiedlichsten Mischungen angelegt. Da ich speziell das direkte Schmieren nur in den Rissen oder unter einem Krustendeckel aber trotz Q-Tip sehr schwierig finde, habe ich mir die Mischungen zusätzlich für diese Bereiche in kleine Spritzen mit Plastikaufsatz gefüllt. Klappt super und vielleicht ist das auch ein guter Tip für andere.
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Re: kugeliges ES an seitl. Gurtlage neben Ellenbogen

Beitrag von Nika » Donnerstag 26. März 2020, 17:27

Heute wollte ich nur dünn mit 1:3 cremen, da es bis auf feine Risse fast ganz verkrustet war. Leider hat mein Pferd aber dabei den kleinen Hampelmann gespielt (er ist ja auch erst 2J. und macht das sonst sehr artig). Beim letzten mal drübertupfen hat er so energisch mit dem Vorderbein gescharrt, dass der Q-Tip leider wieder Kruste vom Spielelei geschoben hat. Unten drunter ist eitriges, suppiges Gewebe rund um die Nuss. Die Nuss selbst ist sehr hartnäckig. Ich habe alles offene versucht einzuschmieren, was, wie so viele von euch auch schon bemerkt haben, trotz abtupfen, nicht so einfach ist. Nachher oder morgen werde ich wieder neue Fotos machen.
Ich weiß, ich stehe erst am Anfang und bin zu ungeduldig, aber ich hoffe sehr, dass auch wir einmal eine durchgehende schöne Kruste kriegen, Schmierpause machen können und die Nuss dann auch mal abfällt.

Für Tips jeglicher Art bin ich sehr dankbar.
Liebe Grüße
Nika
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Re: kugeliges ES an seitl. Gurtlage neben Ellenbogen

Beitrag von Nika » Donnerstag 26. März 2020, 18:53

Hier noch ein Foto von heute Abend. Spiegelei ist wieder abgetrocknet. Kruste auf Nuß noch fest.
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Viele Grüße Nika
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