Hallo Andrea!

Herzlich willkommen hier bei uns im Forum.
"Experten" wirst du hier bei uns eher nicht finden. Wir sind hier alle nur User welche sich mit dem Thema "Sarkoid" auseinander setzen müssen weil die "eigenen" Pferde mit dieser Krankheit zu kämpfen haben.
Ich bin seinerzeit hier gelandet weil mein eigenes Pferd eine Umfangsvermehrung am inneren Hinterbein hatte. Der Zufall wollte es, dass das Pferd eines Kunden einen fast identischen Befund hatte. Gleich Stelle, gleiche Größe mit dem Unterschied, dass zwei verschiedene Tierärzte in die Behandlung (fast zum gleichen Zeitpunkt) eingestiegen sind.
Tierarzt sowie Besitzer Nummer Pferd Nummer eins wollten einfach nur einen schnellen Weg finden das Ding mal eben los zu werden. Auf der Weide fand dann die OP statt. Tierarzt von Pferd Nummer zwei, nämlich der meines Pferd riet von einer OP dringend ab. Sein Ansatz: chemotherapeutisches Unterspritzen oder eben die XXterra. Mit der letzteren kannte er sich zugegebenermaßen nicht aus und riet mir zu diese selber zu besorgen. Doch die XXetrra gab es nicht und ich bin genau wie du an dieses Forum hier gelangt. Ich bin kein Internetmensch und finde Foren und Gruppen im allgemeinen gruselig. Doch hier habe ich Menschen gefunden, welche das gleich Problem hatten wie ich. Wenn ich aufgeben wollte konnte ich hier jammern, und immer war jemand da, der mein Problem auch schon mal vorher durchlebt hatte. Wenn man länger hier im Forum unterwegs ist lernt man viele Menschen und ihre "Tagebücher" kennen. Diese Erfahrungen aus den Tagebüchern (eingeschlossen meinen eigenen) gebe ich immer gerne weiter. Von einem "Experten" bin ich aber meilenweit entfernt, blutiger Laie quasi....und nur so ist mein "Rat" zu bewerten!
Die Tierärzte der allermeisten User hier im Forum lehnen eine Biopsie bei dem Verdacht ES ab. Sie nehmen eine Einstufung aufgrund des Aussehens und der Beschaffenheit vor. Ein Granulom kenne ich nicht, finde aber das deine Bilder denen in unserem Forum wirklich sehr ähneln. Ich persönlich würde das Ding also (genau wie du) eher als ES betrachten. Liege ich falsch mit der Aussage, dass ein ES eh das größere Übel (Behandlungstechnisch gesehen) wäre?
Ich bin wie gesagt, schon eine Weile hier im Forum unterwegs. Wenn ich die Erlebnisse hier zusammen trage kann ich dir folgendes dazu sagen:
Ab einer gewissen Größe macht eine ausschließliche Behandlung mit einer Blutwurzsalbe wenig Sinn. Der Grund ist, diese Salben wirken gut, reizen aber den Tumor. Dieser reagiert und schiebt viel Gewebe nach. Die Salben schaffen es aber nicht den Tumor in Schach zu halten und dabei noch zu verkleinern. Zudem kommt ein weiteres Problem. Einige Pferde machen ab einem bestimmten Punkt einfach nicht mehr mit. Gerade wenn der Tumor offen ist, sifft und blutet juckt es ganz schön. Da gehen viele hier echt an ihre Grenzen. Fakt ist also, je kleiner der Tumor, je besser die Möglichkeiten mit Blutwurz einen Erfolg zu erzielen.
Hat der Tumor einen Stiel oder bietet sich das abbinden an, wird das hier oft versucht indem man abbindet und gleichzeitig die Abbindestelle mit einer Blutwurzsalbe beschmiert. Das funktioniert bei denen die dies versucht haben sehr gut. Fällt der Sarkoid ab wird in der Regel direkt weiter geschmiert. Dieser Weg führt dann eher zum Erfolg weil die Fläche dann viel kleiner geworden ist. In meinem zweiten Tagebuch wurde versucht den Tumor durch eine Behandlung mit einer Tumorvaczine zu verkleinern. Das kann auch eine Möglichkeit sein. Hat da nicht wirklich funktioniert so das der Tumor dort (Größe wie ein Blumenkohlkopf) ebenfalls abgebunden wurde.
Hilft das alles nicht wird in der Regel tatsächlich operiert. Sehr sehr gute Erfahrungen wurden hier mit der Vetmed. Uni in Wien gemacht. Dort wird erst operiert und dann chemotherapeutisch unterspritzt.
Ich suche dir gleich mal ein paar Link raus zu Tagebüchern die dich interessieren könnten.